Erklärung der WILPF Arbeitsgruppe für Abrüstung zur Überprüfungskonferenz der Vertragsparteien des Vertrags über die Nichtverbreitung von Atomwaffen im Jahr 2026 

In Zeiten weltweit eskalierender Konflikte und angesichts der zunehmenden Aushöhlung des Völkerrechts lehnen wir als WILPF Arbeitsgruppe für Abrüstung die Normalisierung der Militarisierung ab, einschließlich des Fortbestehens und der Bedrohung durch Atomwaffen.

Im Hinblick auf die bevorstehende NPT-Überprüfungskonferenz vom 27. April bis 22. Mai 2026 fordern wir die Vertragsstaaten des Vertrags über die Nichtverbreitung von Atomwaffen nachdrücklich auf, ihren rechtlichen und moralischen Verpflichtungen nachzukommen – insbesondere ihrer Verpflichtung zur vollständigen nuklearen Abrüstung.

Als antimilitaristische Feministinnen aus aller Welt zeigen wir weiterhin auf, dass Atomwaffen keine Sicherheit bringen, sondern Instrumente struktureller Gewalt sind, die globale Ungleichheiten vertiefen. Die Auswirkungen von Atomwaffen sind stark geschlechtsspezifisch und rassistisch geprägt und müssen in ihren intersektionalen Folgen betrachtet werden. Sie schaden indigenen Völkern, Frauen und Gemeinschaften im Globalen Süden unverhältnismäßig stark durch die ökologischen und gesundheitlichen Folgen des gesamten nuklearen Produktionszyklus, einschließlich Rohstoffabbau, Atomtestprogramme, Einsatz von Atomwaffen und Atommüll.

Wir fordern daher alle Staaten auf, die nukleare Abrüstung als unverzichtbar für soziale Gerechtigkeit – einschließlich Geschlechtergerechtigkeit – anzuerkennen. Das Fortbestehen von Atomwaffen ist unvereinbar mit einer Welt, die auf Frieden und die Sorge um die Menschen und den Planeten ausgerichtet ist.

Das volle Statement kann auf Englisch hier gelesen werden:

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