KLIMAGERECHTIGKEIT

Slogans von WILPF zur Verbindung von Frauen*rechten und Klimaschutz, Wien, März 2026.

Die globale Klimakrise verschärft bestehende Ungerechtigkeiten und bedroht hart erkämpfte Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter. Sie ist das Ergebnis eines ausbeuterischen patriarchalen Systems, das auf Kapitalismus, Militarismus, Imperliasmus und Kolonialismus beruht. Diese Systeme der Unterdrückung haben zu exzessivem Extraktivismus, Umweltzerstörung und der Klimakrise geführt. Frauen*, insbesondere im Globalen Süden, sind unverhältnismäßig stark von den Auswirkungen betroffen. Bis 2050 könnten im schlimmsten Fall bis zu 158,3 Millionen weitere Frauen und Mädchen in die Armut gedrängt werden (UN Women Austria 2024).

Wie eine Studie in Subsahara-Afrika zeigt, wirken sich Klimakrisen auf Frauen in besonderer Weise aus und können zu einem Ansteigen von geschlechtsspezifischer Gewalt führen. Klimarisiken sind in dieser Region besonders groß und die Bevölkerung ist einer Reihe von Gefahren besonders stark ausgesetzt. Werden keine sofortigen Maßnahmen gesetzt, so kann dies zur Folge haben, dass sich die Zahl der Frauen, die Gewalt erfahren, bis 2060 verdreifacht.

WILPF und Klimagerechtigkeit

WILPF setzt sich im Rahmen des Programms „Ecological justice for peace“ aktiv für Klimagerechtigkeit ein und betont die Verbindung zwischen Gender, Klimagerechtigkeit und Entmilitarisierung. Wir fordern eine Reduzierung und Umleitung von Militärausgaben zur Deckung sozialer und planetarer Bedürfnisse. WILPF fördert rechenschaftspflichtige und geschlechtergerechte Lösungen für die Klimakrise, einschließlich eines Übergangs zu fossilfreier und atomfreier nachhaltiger Energie. WILPF nimmt an den UN-Klimakonferenz teil und betont dabei die dringende Notwendigkeit, Militärausgaben in Klimaschutz und menschliche Sicherheit umzuleiten.

Umsetzung in Österreich

Österreichische Frauenrechts- und feministische Aktivistinnen können sich auf vielfältige Weise für Klimagerechtigkeit einsetzen. Möglichkeiten umfassen die Teilnahme an Klimaprotesten, die Unterstützung von Umweltorganisationen und die Forderung nach geschlechtergerechter Klimapolitik auf lokaler und nationaler Ebene. Wichtig ist auch, die Verbindungen zwischen Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit und Frieden in der öffentlichen Debatte sichtbar zu machen und sich für eine stärkere Beteiligung von Frauen in klimapolitischen Entscheidungsprozessen einzusetzen. Dazu wurde im September 2025 das Dialogforum „Jugend. Klima. Frieden.“ in Kooperation mit Attac organisiert. Es gibt auch in diesem Themenfeld die Möglichkeit zur ehrenamtlichen Unterstützung.

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